Shoei – Innovation und Tradition
In Deutschland gibt es Vorschriften, welche Motorradfahrer dazu verpflichten, einen Schutzhelm zu tragen. Der Helm ist von großer Notwendigkeit, schützt er doch den empfindlichen Kopf gegen Prellungen oder gar schlimmere Verletzungen.
1958 wurde die Firma Shoei von Eitaro Kamata gegründet. Seither hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Motorradhelmen spezialisiert und einen Namen gemacht. In den ersten Jahren wurden zunächst Helme für die Arbeit, speziell Bauhelme gefertigt. Erst einige Jahre später beschloss Kamata Helme für den Rennsport zu entwickeln. Diese Idee stellte sich als gewinnbringend heraus, als 1965 ein führender Motorradhersteller bei Kamata an die Tür klopfte. Shoei sollte eine ganze Helm- Serie für diesen Unternehmen produzieren. Damit war dem Unternehmen ein großer Schritt gelungen. Aufgrund von ausgezeichneter Qualität verbreitete sich der gute Ruf rasant. Fast über Nacht eroberte Shoei die Vereinigten Staaten, nach und nach verbreitete sich das Image auch in europäischen Ländern.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in Japan, hier gibt es einige Produktionsstätten, die sich auf die Fertigung der Helme spezialisiert haben. Erstaunlich ist, dass Shoei weltweit nur 500 Angestellte beschäftigt, dessen Aufgabe es ist, Helme zu konzipieren und zu produzieren. Noch erstaunlicher hingegen ist, dass Handarbeit in diesem Unternehmen sehr groß geschrieben wird. So steckt jeder einzelne Mitarbeiter all sein Können und Wissen in die Produktion der Helme, die nach Vollendung der Fertigung sogar per Hand lackiert werden.
Shoei produziert nach wie vor in den japanischen Werken, obwohl die Produktionskosten in Europa deutlich geringer wären. Der Grund dafür ist relativ einfach: für die Angestellten stellt jeder Helm eine Herausforderung dar. Präzise und mit viel Liebe zum Detail werden diese Helme gefertigt. Aufgrund dieser peniblen Sorgfalt können Fehler fast gänzlich ausgeschlossen werden, was die Top- Qualität der Firma unterstreicht.
Die Entwickler machen sich Gedanken und tüfteln immer wieder an neuen Techniken, welche das Tragen eines Motorradhelms komfortabler machen. So kann Shoei auch den Erfolg des ersten Visiersystems ohne Seitendeckel verzeichnen. Der Vorteil hierbei ist, dass die Geräusche merkbar abnehmen und das Visir zusätzlich handlicher wird.
Viele weitere Innovationen machen Shoei zu dem, was es ist: ein Unternehmen, dem Qualität und Mitarbeiterfreundlichkeit genauso wichtig ist, wie die Verkaufszahlen.